Ein 90°-Bogen aus zwei Modulen

Manchmal führt ein Bogen zum nächsten. Konnte ich mit der Eckmühle und den beiden 15°-Modulen ein L-förmiges Layout aufbauen, braucht es für ein U im Raum einen weiteren 90°-Bogen.

Nachdem ich das CAD-Programm eine ganze Weile mit möglichen Varianten gequält hatte, entschloss ich mich für zwei 45°-Module mit knapp 80 cm an der längeren Kante und 80 cm Gleisradius. Die Module sind als Gruppe konzipiert, können aber auch separat eingesetzt werden. Jeweils eine Seite hat ein Hangprofil, die andere das übliche flache Profil. Je nachdem, wie man die Module zusammenschraubt, ergibt sich ein Bogen mit flachem Profil an den Enden und Hang in der Mitte, oder Hangprofil an beiden Enden und flaches Profil in der Mitte. Einzeln verwendet, sind die Module auch als Adapter Hang-Flach verwendbar.

Das eine Modul soll mit sanft gewellter Landschaft ausgestattet werden, das andere bekommt einen (Kletter-?)Felsen mit Aussichtspunkt. Das Felsenmodul kann für FREMO-Treffen als Adapter für "Aula" (Hang-Aula auf Flachprofil) verwendet werden.

Bogenmodule sind mit Heimmitteln schwierig herzustellen. Das fängt schon damit an, dass die Seitenwände auf Gehrung geschnitten oder gefräst werden müssen. Für meine 15°-Module habe ich mir extra eine Vorrichtung ausdenken müssen, damit ich die 7,5°-Gehrungen mit der Oberfräse fertigen konnte. Zu meiner Freude ist es mir gelungen, einen 22,5°-Fräser zu ordern, der in meine Hobby-Oberfräse passt (diese Spezialfräser haben meist einen Schaft von 12 mm, während meine billige Fräse nur 6 und 8 mm Fräser aufnehmen kann). Die Fräser waren nicht ganz billig. Trotzdem habe ich gleich noch einen 15°-Fräser mitbestellt - für 30°-Module. Man weiß ja nie ...

Der Bau ging recht zügig voran. Zwischen ersten Handgriffen und der Probefahrt über die betriebsbereiten Module vergingen gerademal 3 Wochen. Die landschaftliche Ausgestaltung war ab Juli 2011 geplant, jedoch gingen Tunnelbau und Anlagenumbau schneller als erwartet. Daher konnte ich schon Mitte Mai 2011 mit der Gestaltung beginnen. Ende 2011 war die Gestaltung nahezu abgeschlossen Sh0


Die beiden Bögen im Duett.

Und ein detailierter Plan.

Professioneller Fräser + unprofessionelle Vorrichtung + Heimwerker-Oberfräse

= brauchbares Ergebnis.

Probestehen der wichtigsten Teile.

Das Aufbringen der Oberfläche aus 3 mm Sperrholz ist etwas knifflig.

Streichfertig.

Begleisung. Die Vorrichtung im Vordergrund sorgt dafür, dass das Gleis im rechten Winkel auf die Modulfront stößt.

Probefahrt über eine Welt in Grau.

Spaltabdeckung.

Der Untergrund für die Felsen besteht aus einem festen Styropor.

Dieses bekommt einen Überzug aus Gips. Wasserfarben geben das felsiges Aussehen.

Dann wird begrünt.

Auf dem FREMO-Treffen 2011 in Prag
(Foto Michael Homberg)

Silvester 2011

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